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Vol.09  Issue 12/07, 14.12.2009

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Text : FvB.

 

 

PHILIPP LAHM & FLORIS VAN BOMMEL
ANTI AIDS ACTIVITY

 

 

Philipp Lahm & Floris van Bommel - zwei Welten prallen aufeinander: Gut, Philipp Lahm ist laut 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' neben Michael Ballack der einzige deutsche Profi, der zur Weltspitze zählt. Laut 'FOCUS Schule' versprüht er mit roten Wangen aber eher sympathischen Jungencharme. Während man Floris van Bommel laut 'Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung' mit zerzausten Haaren und Lederjacke eher für einen Gitarristen einer Rockband als den Sprößling einer traditionsreichen Schuhmarke halten könnte.

Dieser Gegensatz scheint beide anzuziehen: Für Floris gehört Philipp mit seinem Verstand und Können zu den coolsten Fußballern "ever". Er selbst verbringt viele Wochenenden mit Freunden beim Anfeuern des FC "Willem II Tilburg" und liebt Fußball. Und das Bier danach. Daß Philipp jemand ist, der seinen Worten Taten folgen läßt, liegt für ihn auf der Hand: "Er spricht über Tabuthemen wie Homosexualität und Depressionen im Fußball, warnt auf Autobahnplakaten vor tödlicher Raserei, setzt sich für Randgruppen und das Bündnis für Kinder ein. Seit 2007 ist er zudem, wie z. B. auch Schauspielerin Christiane Paul, als Botschafter für den Welt-Aidstag aktiv. Für einen Fußballer eher ungewöhnlich."

Umgekehrt ist Philipp von der kontrastreichen Welt von Floris fasziniert, der in seinen myspace-Videos singt, sich selbst mit der Gitarre begleitet und darin "ein bißchen wie ein Schüler aussieht, der vorm Spiegel einen Rockmusiker imitiert. Aber genau das ist das Geheimnis des holländischen Shoe Dudes", wie es die 'Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung' auf den Punkt bringt. "Und das find' ich wirklich klasse. Floris sind einengende Traditionen wurscht. Er bricht damit und hat großen Erfolg. Und natürlich mag ich seine Schuhe!", resümiert Philipp Lahm.

Doch das sind nur die äußeren Anziehungspunkte: Verbunden fühlen sich beide durch ihre Haltung, ihren Status für coole Aktionen zu nutzen, die auch anderen von Nutzen sind: "Durch seine Aids-Aktivitäten sind wir auf Philipp aufmerksam geworden. Gerade weil er damit als Fußballer verkrustete Strukturen und für dieses Thema vielleicht ansonsten weniger offene Zielgruppen aufbricht", meint Floris. Und Philipp fühlt sich wiederum bei den Aids-Aktionen von Floris mit Rutger Hauer sehr zuhause: "Daß Floris die Anti-Aids-Stiftung von Rutger Hauer mit einer eigenen Anzeigenkampagne unterstützt hat, fand ich wirklich außergewöhnlich. Vor allem wegen der besonderen Ästhetik."

Auf diesem Hintergrund sind beide zusammen gekommen und unterstützen für die Saison Herbst/Winter 2010/11 mit dem Verkauf eines Sondermodells die Aufklärungskampagnen für Kinder und Jugendliche der Deutschen Aids Stiftung. Der Verkaufserlös des Sondermodells, das ab 1. Dezember 2010, pünktlich zum Welt-Aidstag zu einem VK-Preis von ca. 250,00 Euro in Deutschland zu kaufen ist. Der Gewinn kommt zu 100% der Deutschen Aids Stiftung zu Gute.

"Wir haben uns für einen Lackschuh entschieden. Das war Zufall. Zuerst haben wir in Richtung sportlicher Sneaker gedacht, was in Verbindung zu Fußball nahe gewesen wäre. Beim Shooting fanden wir jedoch Lackschuhe zu unseren eigenen Outfits am coolsten. Daraus ist dann die Idee entstanden", erklärt Philipp Lahm.

Das "Philipp-Lahm & Floris van Bommel"-Sondermodell aus schwarzem Lack setzt auf einen puren Look mit dynamischer Silhouette und ist aufwendig mit braunem Leinen gefüttert. Auf der pinkfarbenen Innensohle ist die gemeinsame Aktion zwischen dem Fußballstar und "Shoemaker in 9th Generation" mit einem eigenen Logo gekennzeichnet. Die knallgelbe Sohle betont den frischen, unkonventionellen Look. Außen ist das Sondermodell durch ein kleines "PL"-Logo gekennzeichnet. Dafür wurde die Farbe Grün, die CI-Farbe der Philipp Lahm-Stiftung, gewählt.

"Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen wir vor allem auch auf Philipp's eigene Stiftung aufmerksam machen. Daher in unserem Logo auch Floris van Bommel für Philipp Lahm", betont Floris van Bommel. Denn seit Ende 2007 ist Philipp auch mit einer eigenen Stiftung aktiv.

 

 

Mit 150.000 Euro aus eigener Tasche legt er den finanziellen Grundstock und wird mit 24 Jahren einer der jüngsten Stiftungsgründer Deutschlands. Die Stiftung trägt den Untertitel "für Sport und Bildung" und unterstützt Projekte, die beide Bereiche vereinen.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagt Philipp Lahm in sportlichem Zusammenhang: "Wenn ich merke, es tut sich nichts..., dann will ich eingreifen und unangenehme Wahrheiten ansprechen." Das trifft aber auch auf andere Bereiche wie z. B. Aufklärung in Sachen Aids zu. In ZEIT-Online meint Lahm, der sich mit seiner Stiftung u. a. auch für Anti-Aids-Maßnahmen in Südafrika engagiert: "Eines unserer Probleme ist, daß sich keiner mehr mit der Krankheit beschäftigt." Aber auch national beschäftigt sich Philipp mit dem Thema: "Ich war auch einmal im Café Regenbogen, einem Aids-Hilfezentrum, in München... Anfangs hatte ich Berührungsängste mit den HIV-Infizierten, ich glaube, das ist normal. Doch die Offenheit, mit der diese Menschen über ihre Lage sprechen, hat mir meine Angst schnell genommen."

Weitere Informationen zum Spendenzweck
Mit der gemeinsamen Aktion mit Floris van Bommel werden die Aufklärungskampagnen der Deutschen Aids Stiftung unterstützt. Laut Dr. Volker Mertens, Leiter Öffentlichkeitsarbeit/Fundraising der Deutschen Aids Stiftung, sind Kinder und Jugendliche im Fall einer HIV-Infektion von spezifischen Problemen der Immunschwächekrankheit AIDS besonders betroffen: "Eltern haben insbesondere Probleme, sich ihren Kindern gegenüber als HIV-positiv zu outen. Sie befürchten eine Diskriminierung ihrer Kinder in Kindergärten oder Schulen wenn die Kinder Freunden leichtfertig von der Infektion erzählen."

Es sei auch schwierig Kindern zu erklären, daß ihre Eltern krank sind, wenn sich die HIV-Infektion noch nicht in konkreten Krankheitsbildern zeigt. Außerdem haben viele Eltern oder alleinerziehende Erwachsene finanzielle Probleme. Krankheitsbedingt können sie nur noch in Teilzeit arbeiten oder sind auf staatliche Leistungen angewiesen. Mit den geringen Einkünften tragen sie auch noch die Verantwortung für ihre Kinder. Wenn diese nicht wissen dürfen, daß der Vater oder die Mutter krankheitsbedingt nicht arbeiten kann, beginnt ein familiäres Versteckspiel. In vielen Fällen bemerken die Kinder dennoch die Erkrankung der Eltern und machen sich große Sorgen um die Zukunft der Familie. Dies erzeugt auf Dauer eine große psychische Belastung, die die kindliche Entwicklung stark behindert. Folgen sind zum Beispiel Schulversagen, Lernprobleme und allgemeine Verhaltensauffälligkeiten.

Für Jugendliche und junge Erwachsene ist die Infektion ebenfalls eine schwere Last. Wenn für andere Jugendliche mit der Pubertät ein neuer Lebensabschnitt oder die Suche nach einer ersten Partnerschaft beginnt, müssen betroffene Jugendliche entscheiden, wie sie der Partnerin oder dem Partner von ihrer Infektion oder der ihrer Eltern berichten. Die Motivation für eine Ausbildung oder ein Studium ist ebenfalls nicht leicht aufrechtzuerhalten, wenn jemand weiß, daß er unheilbar erkrankt ist. Betroffene Jugendliche begleitet in allen Lebenssituationen die Angst vor Zurückweisung und Diskriminierung. Aus diesen Gründen unterstützt die Deutsche Aids Stiftung betroffene Familien, Kinder und Jugendliche in alltäglichen Notlagen.

Die Hilfsprojekte der Stiftung bezuschussen Seminare, Familienreisen oder Beratungsstellen. Mit ihrem Hilfsfond für Familien, Kinder und Jugendliche will die AIDS-Stiftung die Nachteile durch HIV und AIDS zumindest ansatzweise ausgleichen. Hinzu kommen auch präventive Massnahmen: Eine Gruppe afrikanisch-stämmiger MigrantInnen z. B. hat sich zusammengeschlossen und in ehrenamtlicher Arbeit Präventions- und Aufklärungsspots für ihre Community erstellt. Diese eher präventiv orientierte Aktivität fördert die Deutsche AIDS-Stiftung ebenfalls.

 

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